Highlights
Kommentare 28

Mein Buch »Wir Internetkinder«

4 min read

Wir Internetkinder
Vom Surfen auf der Exponentialkurve der Digitalisierung
und dem Riss in der Wirklichkeit einer Generation

Verlag Hermann Schmidt, Mainz
ISBN 978-3-87439-946-3
304 Seiten mit fünf ganzseitigen Illustrationen
Gestaltung: Katrin Schacke
29,80 €
Enthält 7% reduzierte MwSt.
durchgehend in drei Sonderfarben gedruckt (dunkelblau, salbeigrün und neonviolett)
Format 15 x 22 cm
Flexcover mit silberner Prägung
beigelegtes salbeifarbenes Lesezeichen

„Ein gedankenreiches, ein packendes, ein anregendes Buch über die digitale Transformation“

Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung

„Ein überraschend anderer Versuch, das Internet zu erklären: Gründlicher in der Recherche. Genauer in der Beschreibung. Schöner in Sprache und Gestaltung. Neugieriger in Bezug auf Erfahrungen und (Selbst-)Beobachtungen. Nachdenklicher und offener im Ton. Mutiger im Bezweifeln digitaler Segnungen. Radikaler im Denken.“

Torsten Casimir, Börsenblatt

„Wir Internetkinder ist eine kritische Selbstreflexion“

Ruth Frömmer, Abendzeitung

„Julia Peglow nimmt uns mit auf eine Reise durchs digitale Zeitalter“

Holger Schellkopf

„Mit ‚Wir Internetkinder‘ ist Julia Peglow ein großer Wurf gelungen“

Rolf Schröter, W&V

„Ein intelligentes, wichtiges Buch. Ein Generationenbuch. Ein #mustread mit hohem Identifikationspotenzial“

Annette Coumont, Kolobri MAG

„Ein glänzend geschriebenes Buch“

PAGE

Mit einem Bein im analogen – und einem im Digitalzeitalter.

Jede junge, hungrige Generation rüttelt am Status Quo und will die Welt neu erfinden. Den in den 1970er Geborenen fiel die Chance vor die Füße, als sich vor ihnen der virtuelle Raum auftat.

Dringt man jedoch heute durch die Zuckerschicht des Likens, Folgens, Teilens und fröhlicher Emojis, zeigt sich was aus dem Internet, diesem unbekannten Kontinent, geworden ist, zu dem wir mit blinder Begeisterung aufgebrochen sind: Ein kalter, kontrollierter und kommerzieller Ort, durchdrungen von Superstrukturen, in denen wir gefangen sind.

Zeit für eine kritische Selbstreflexion. Zeit, aus dem Hamsterrad der New Economy auszubrechen, dem langsamen Denken wieder seinen Raum zu geben und zu erkennen:

»Wenn wir die Chance nutzen, dann muss unsere Zeit kein Höllenritt auf der Exponentialkurve der digitalen Transformation sein – wer will das schon? Vielmehr können wir sie dann als das Zeitalter sehen, in dem sich der Wissenskreislauf schließt.«

Ein Generationenbuch

Julia Peglow zählt zu den Vorreiter*innen der Digitalisierung. Sie war dabei, als experimentierfreudige Studierende ihre Professor*innen »alt aussehen ließen«, weil sie die Welt kaum noch verstanden. Als aus analoger Gestaltung User Interfaces wurden. In namhaften Agenturen legte sie eine steile Karriere hin. Sie erlebte die große Party der Creative Class im Berlin der Jahrtausendwende. Gestaltete sie mit.

Aber wie bei jeder Party: irgendwann kam der Kater. Der heiße Ritt auf der Exponentialkurve der Digitalisierung fegte sie von Meeting zu Meeting, von Kontinent zu Kontinent, aber nicht mehr zu neuen Ideen. Sie wagte den Schritt aus dem Hamsterrad und die Entdeckung der Langsamkeit. Im Lesen, Schreiben und Denken ging sie dem Phänomen Digitalisierung auf den Grund und erkannte: Sie steckte nicht in einer persönlichen Digitalsinnkrise, vielmehr haben sich digitale Geschäftsmodelle verselbständigt. Nicht mehr sie sind das Produkt, das den Menschen dient, wir dienen.

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

In immer neuen Runden enttarnt sie die süßen, süchtig machenden Aufmerksamkeits-Räuber der Netzkultur, hinterfragt Arbeitsmodelle und alten Absolutismus, der so ganz und gar nicht in die neue Zeit passen will.

»Der Weg der Veränderung ist viel anstrengender, als dass es mit der Anschaffung technologischer Tools getan wäre: Er führt tief in die Strukturen – bis hinunter in die Baupläne. (… ) Wir müssen uns vom Diktat der alten Unternehmensstrukturen befreien und einen neuen Weg finden. Den Dingen den Raum geben, sich entwickeln zu können. Den Flow zulassen und sehen, wo er uns hinführt – ohne das Ziel vorher bestimmt zu haben. Nur so kann etwas wahrhaft Neues entstehen. – Trust the process.«

Julia Peglow nimmt Sie mit auf einen Weg zu neuem Denken und eine neue Sichtweise auf unsere Zeit.

»Auserwählte Zeit oder nicht – Fakt ist: es gibt keine unaufhaltsame Zukunft, der wir hoffnungslos ausgeliefert sind. Denn wir sind es, die sie schreiben! Die einzige Voraussetzung ist, dass wir ab und zu unseren Geist öffnen und die Echokammern erkennen, in denen wir stecken: Die Sichtweise unserer Generation. Die Sichtweise unserer Zeit. Ab und zu ist es heilsam, uns unserer eigenen Blindheit bewusst zu werden. Und zu erkennen, dass wir nicht auf alles eine Antwort haben. Dass wir die wirklich wichtigen Antworten nicht von Google bekommen. Sondern, dass es darum geht, die richtigen Fragen zu stellen.«

Zu Gestaltung und Ausstattung

Wenn eine Zeitzeugin und Protagonistin der Digitalisierung und die Autorin des Blogs diary of the digital age ein Buch (!) schreibt, dann muss das natürlich ein besonders schönes Buch werden. Katrin Schacke hat gestaltet, Selina Günther und Liesbeth Trinler feilten an Mikrotypografie und Zeilenfällen und CPI in Ulm druckt drei Sonderfarben auf edlem Recyclingpapier. Alles, damit Sie dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen.

Es gibt keine unaufhaltsame Zukunft,
der wir hoffnungslos ausgeliefert sind.
Denn wir sind es, die sie schreiben!
Julia Peglow

 

»Wir Internetkinder« ist am 28. Juni 2021 erschienen. Du kannst dein Exemplar überall im Buchhandel (z.B. beim Buchladen meines Vertrauens, Literatur Moths) oder auch  beim Verlag Hermann Schmidt bestellen.

28 Kommentare

  1. Yeah, ich habe mein Exemplar schon beim Verlag vorbestellt… Glückwunsch, liebe Julia, dass es nun soweit ist,
    nach vielen Jahren der gedanklichen Vorbereitung und der disziplinierten Umsetzung!
    So manches Mal durfte ich Dich auf Deinen Gedankenreisen begleiten, vieles mit Dir besprechen und diskutieren, Erfahrungen austauschen und abgleichen.
    Nun bin ich extrem auf die „written + long version“ gespannt!
    Die Bilder auf der Verlagswebsite steigern meine Vorfreude noch – es sieht nach einem außergewöhnlich schönen Gesamtkunstwerk aus.
    Congrats!
    Liebe Grüße, alexandra

  2. Julia Peglow sagt

    Liebe Alex,
    meine »Ideal Reader« und scharfsinnige Gesprächspartnerin, ich danke dir sehr! Wow, und cool dass du schon bestellt hast, warst schneller als ich!
    💋💋💋
    Julia

  3. Antonia Maria Wagner sagt

    Hej Julia!
    Gratulation, schon alleine diese Zeilen hier machen wahnsinnig Lust auf dein Buch. Ich freue mich sehr darauf es zu lesen, zu markieren und die Eselsohren umzuschlagen. Das wird sicherlich eine Freude. Ich bin ganz interessiert an deinem Schreibprozess? Vielleicht ist auch das einen kleinen Blogartikel wert? Was denkst du?
    Bis Bald – Herzlichst Toni

    • Julia Peglow sagt

      Hey Toni, wie schon zuvor hat mich deine Frage inspiriert, einen Blogbeitrag zur Entstehung des Buchs zu schreiben – auch anlässlich des »Welttags des Tagebuchs« (der ist nämlich heute): https://www.juliapeglow.com/welttag-des-tagebuchs/. Außerdem erscheint zum Launch des Buchs Ende Juni noch ein Podcast, bei dessen erster Folge es auch speziell um die Buchentstehung geht. Tell me what you think.
      💋 Julia

  4. Julia Peglow sagt

    Hey Toni,
    danke für deine Zeilen! Und, ja, der Schreibprozess. Selten etwas so irres erlebt wie wenn ein Buch entsteht. Ich werde berichten.
    Liebe Grüße nach Holland? Norwegen? Schweden? Wo bist du nochmal?
    Julia

  5. Mike sagt

    Auf jeden Fall Respekt für die Umsetzung. Lesen werde ich es. Und dir sicher auch etwas dazu schreiben. Allein der Titel macht schon Lust auf Widerspruch… Best m

  6. Michael sagt

    Hey Julia, Ich möchte dir einfach mal zurufen, wie sehr mir dein Buch gefällt. Bin gerade in der Mitte und hatte schon viele „ja genau!“ Momente. Liebe Grüße, Michael

    • Julia Peglow sagt

      Michael, ich freu mich sehr! Weiß ich doch, dass du aus einem völlig anderen Bereich kommst wie ich – und das beweist, dass wir alle im Digitalzeitalter ähnliche Erfahrungen machen. Meld dich, wenn du durch bist! Julia

  7. Dino Dario Monopoli sagt

    Liebe Frau Peglow,

    mit Freude habe ich Ihr – auch haptisch, ansprechendes Buch gelesen.

    Es war eine besondere Freude für mich, daß Sie an Neil Postman gedacht haben und sein Leben sogar in Ihrer ganz persönlichen Geschichte des Digitalzeitalters gewürdigt haben. Neben der Frage: Wer tritt an ihre Stelle?, war es für mich gleichzeitig ein memento mori.

    Ich habe Postman 1997 an der NYU kennengelernt und verdanke ihm viel. Er war ein Lehrer fürs Leben. Er verkörperte das, was er sagte: clarity is courage.

    • Julia Peglow sagt

      Hey Dino,

      freut mich sehr dass du schreibst, vielen Dank dafür. Ich finde es so toll, wenn ich Rückmeldungen zu meinem Buch bekomme. Noch dazu zu Neil Postman, mit dem du auch noch eine echte Begegnung hattest, Wahnsinn.
      Ja, man muss die Spur wieder aufnehmen, die diese klugen Leute hinterlassen haben. Hab manchmal das Gefühl, alles, was in den 90ern wirklich an Vordenkertum und kritischer Auseinandersetzung mit den Medien existierte, hat es gerade NICHT mehr ins Internet geschafft –
      sie waren ein bisschen zu früh dran, und das Internet markiert da einfach eine Zäsur.

  8. Thomas sagt

    Hallo Julia, ich habe gestern mit Deinem Buch angefangen. Bereits nach 40 Seiten bin ich restlos begeistert. Du hast meine Gedanken 1:1 auf Papier gebracht. Schon jetzt kann ich sagen: Dein Buch ist nicht nur ein gutes Buch, sondern ein wertvolles.

    • Julia Peglow sagt

      Lieber Thomas, ich freu mich sehr! Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. Und viel Spaß beim Weiterlesen. Bin gespannt was da noch kommt.

  9. Ines sagt

    Liebe Julia!! Ich versuche die ganze Zeit mir zu sagen, dass es viel mehr Sinn macht dir zu schreiben wenn ich dein wunderbares Buch »Wir Internetkinder« zuende gelesen habe; aber mir brennt es im Herzen und in den Fingern dir jetzt schon eine ganz einfache„ zwischen-Nachricht“ zu hinterlassen: DANKE!

  10. Benni sagt

    Vielen Dank für dein tolles Buch! Du hast mir nicht nur die Quarantäne erleichtert, sondern mich inspiriert! Ich hatte jetzt eben auch eine Woche Zeit einfach mal zu denken, was sicher nicht verkehrt ist, im sonst vollen Alltag aus Arbeit und Action in der Freizeit. Ich versuche da in nächster Zeit eine Balance zu finden, um mich immer wieder bewusst raus zu holen und meine Zukunft einfach selbst zu schreiben. Das ist glaube ich meine große Motivation aus deinem Buch!

  11. Julia Peglow sagt

    Benni ich freu mich echt! Bücher schreiben ist manchmal eine einsame Angelegenheit, aber es freut mich echt zu hören, dass das Buch auch als Quarantäne-Lektüre in der Einsamkeit begleitet!

  12. Miriam Schaan sagt

    Wie wollen wir leben? Wie wollen wir arbeiten? Was zählt wirklich?

    Ich möchte euch eine Lektüre ans Herz legen: „Wir Internetkinder. Vom Surfen auf der Exponentialkurve der Digitalisierung und dem Riss in der Wirklichkeit einer Generation“.

    Gigantischer Titel, mal ehrlich!

    Das Buch ist von Julia Peglow. Sie ist studierte Designerin, hat jahrelang in der Kreativ- und Digitalbranche gearbeitet, bis sie eines Tages den Schritt heraus aus dem Hamsterrad wagte – hinein ins Denken.

    In ihrem Buch spannt Julia Peglow ein faszinierendes Panorama unserer modernen, digitalen (Arbeits-)Welt, von der Erfindung des Internets bis zu seiner Entwicklung in die heutige Zeit.

    Der digitale Raum birgt unendliche Möglichkeiten, stellt Hierarchien auf den Kopf, lässt unangefochtene Autoritäten alt aussehen – Raum für kreative Exzesse in Reinform. Doch was hat uns die Digitalisierung wirklich gebracht?

    Peglows anschauliche Detailskizzen bringen das moderne Arbeitsleben auf den Punkt: Da ist das überquellende E-Mail-Postfach, die zahllosen unproduktiven Meetings; und über allem schwebt der Lost Purpose: Keiner weiß mehr, wofür er eigentlich arbeitet – wenn das oberste Ziel eines jeden Tages ist, den Posteingang geordnet zu halten und die geforderte Zahl an Arbeitsstunden hinter sich zu bringen.

    Warum ist das so? Was ist passiert? Sind wir nicht maximal vernetzt und miteinander verbunden? Warum passiert dann so weniges auf zwischenmenschlicher Ebene? So wenig Inspiration, Kreativität, echter Austausch?

    Wie viel Raum haben Innovation und klares Denken in unseren durchdigitalisierten Arbeitsstrukturen?

    Schaffen wir es überhaupt, zwischen all den Blings, Plings und Klings unserer technical devices noch einen selbstständigen, konzentrierten Gedanken zu fassen?

    Und wie können wir zu einem selbstbestimmten Umgang mit dem Digitalen finden, es als Chance begreifen, ohne es zu verdammen oder ihm rettungslos zu verfallen?

    Peglow entdeckt in ihrem Buch das eigenständige Denken neu – das ändert ihr Leben radikal. Ohne zu belehren nimmt sie uns mit auf ihre persönliche Entwicklungsreise. Und inspiriert zu neuem Denken, neuem Leben, neuem Arbeiten: sinnhaft, schöpferisch und zutiefst menschlich. Eine Schatzkiste an Buch: gedanklich, sprachlich, gestalterisch.

    Ich konnte das Buch kaum weglegen, so sehr hat es mich gefesselt. Meinem Mann habe ich es fast komplett vorgelesen: „Komm her, das musst du hören … !“ Auf den Punkt getroffen, in so vielen Szenen.

    Manchmal brauchen wir einen äußeren Anlass, um uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nutzen wir die Chance, uns diese Fragen neu zu stellen:

    Was sind unsere Ziele – in allen Bereichen unseres Lebens? Wofür stehen wir morgens auf? Für wen oder was legen wir uns ins Zeug? Was wollen wir wirklich?

    • Julia Peglow sagt

      Hey Miriam, wow, das ist ja echt die schönste Buchbesprechung die sich eine Autor:in wünschen kann. So gut zusammenfassen könnt ich’s selbst vor lauter Betriebsblindheit nicht – vielen Dank.

  13. Annika D. sagt

    💥 So große Buchempfehlung! 💥

    Dass ich ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, ist eine gefühlte Ewigkeit her und ein Buch, das noch so nachhallt rutscht auch nicht so oft auf den Lesetisch.

    Julia Peglow schreibt in „Wir Internetkinder“ mit einem unglaublich smarten und mitreißendem Schreibstil über den Sprung unserer Gesellschaft von der analogen in die digitale Welt.

    Hier wurde nicht nur einfach unglaublich gründlich recherchiert und großartig zu Papier gebracht, hier sind Inhalt, Struktur und Design (halleluja, es ist einfach ein richtig schönes Buch) ein wahres Fest.
    Ich werde es nochmal lesen und versuchen all den Denkanstößen und Fragen für mich auf den Grund zu gehen.

    Wir alle wissen sicherlich, was der digitale Wandel an guten und schlechten Dingen mit sich gebracht hat, aber was diese massive und rasante Entwicklung in unser aller Leben im Detail gemacht hat, habe ich auf diese kluge Weise noch in keinem meiner Social Media Feeds zu lesen bekommen.

    Ich freue mich wie bolle, dass ich ganz unverhofft zu einem Buch gekommen bin, von dem ich nicht wusste, das ich es unbedingt lesen musste.

    PS: Es enthält nebenbei die weltbesten Zitate.

  14. Frank Kudlinski sagt

    Liebe Julia Peglow, ich habe dein Buch mit großem Interesse gelesen und finde es sehr gelungen. Den Riss in unserer Generation mit der geteilten Selbstwahrnehmung – ich und Actor-ich – finde ich super beschrieben, auch die daraus abgeleiteten Konsequenzen für unser aller „social“-Life. Ich finde allerdings auch, dass durch den Messbarkeitswahn, der von Google-Ads und soziale Medien begleitet wird, jede gute Idee verwässert wird. So entstehen eigentlich nur noch Hüllen (ein Bekannter bezeichnet es als „durch kapitalisierte Usability-Kotze“), die es vielen sinnhaften Produkten oder Dienstleistungen immer schwerer machen, durchzudringen. Liebe Grüße aus Hannover Frank

  15. Nathalie sagt

    „Auf eine rätselhafte Art und Weise haben sich auch die Zusammenkünfte echter Menschen in der echten Welt verändert. Das Meeting, das ich tags zuvor erlebt habe, ist kein Einzelfall. Es ist befremdlich, was passiert, wenn die Menschen in der Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts den digitalen Äther – ihre Inboxen, Kalender und Chaträume – verlassen und sich im echten Leben mit ihren echten Körpern physisch in einen Raum begeben, um ein „Meeting“ abzuhalten.
    Was eine Chance sein könnte, ein echtes Aufeinandertreffen von echten Menschen im geschäftlichen Leben – sich gegenseitig in die Augen schauen, Klartext reden, Entscheidungen treffen -, ist zum leeren Ritual geworden, zum Selbstzweck – inhaltlos. Wie oft sitze ich in solchen Terminen und frage mich, was der eigentliche Sinn dieser Zusammenkunft sein soll. Why are we here? Ich weiß es nicht. Und ich habe nicht das Gefühl, dass die anderen mehr wissen. Sind sie da, um sich gegenseitig die Bälle zuzuschieben oder PowerPoint-Präsentationen anzuschauen? Sitzen sie ihre Zeit ab, um dann ihre Körper an den nächsten Ort zu tragen, den ihnen der Kalender zuweist?“

    DANKE Julia Peglow!!! Was ein fabelhaftes Buch! Du hast die Welt in der wir leben so wunderbar in Worte und Hülle gepackt. Es sollte JEDER lesen. Chapeau!!!

  16. Rudi sagt

    Time for a new book recommendation – at least for my German-speaking friends. The great Julia Peglow has written one of my new favourite books: „Wir Internetkinder – Vom Surfen auf der Exponentialkurve der Digitalisierung und dem Riss in der Wirklichkeit einer Generation“. Julia takes a look at #digitalisation and what this transformation means for the children of the 70s and 80s. It was our way of shaking up the status quo and redefining ourselves as a generation. But what is really behind it? Does digitalisation mean more than just #data harvesting for big corporations? Julia calls us to critical self-reflection and demands that we give our own thinking more space again. If we seize the opportunity, she says, digital transformation means more than just riding the exponential curve of digitalisation. Rather, we can use this time to close the knowledge loop and give creative work new opportunities.

    A highly recommended #book – not only for those interested in digitalisation.

  17. JensG sagt

    Jahrgang 1968, Software-Branche.

    Lese das Buch gerade zum zweiten Mal. Couldn’t agree more. Aber dabei bleibt es eben nicht stehen, sondern es inspiriert auf eine faszinierende Weise zum weiterdenken und bessermachen.

    Danke!

    • Julia Peglow sagt

      Oh, lieber Jens, ein Zweitleser, ich freue mich! Vielen vielen Dank für deinen Kommentar. Es ist immer schön, Rückmeldungen von Zeitgenossen und Menschen zu erhalten, die ein ähnliches Zeitgefühl erlebt haben. Viele Grüße Julia

Schreibe einen Kommentar